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Manfred Eisner liest aus seiner Familienchronik „Verhasst – geliebtes Deutschland“

2. März 2026, 14:30 - 3. März 2026, 17:00

Lesung anlässlich der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages über die Pflege des Jüdischen Friedhofs

Eintritt frei

Anlässlich der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages über die Pflege des Jüdischen Friedhofs laden wir herzlich zu einer Lesung mit dem Autor Manfred Eisner ein.
Manfred Eisner wird 1935 in München in eine deutsche jüdische Familie geboren. Er wächst wohlbehütet auf und bekommt als Kleinkind wenig mit vom Verfolgungsapparat des NS-Regimes. Im Alter von fast fünf Jahren, als sein Vater, der Kapellmeister und Komponist Erich (Erck) Eisner, nach geglücktem Entkommen aus dem Konzentrationslager Dachau bereits in England weilt, unternimmt seine Mutter auch mit ihm einen Fluchtversuch, der durch den jähen Ausbruch des Zweiten Weltkrieges scheitert. Nach einer dramatischen Odyssee findet die Familie schließlich wieder in La Paz, Bolivien, zusammen. Zum Dank widmet Erich Eisner seinem Zufluchtsland den Lobgesang „Cantata Bolivia“.

Aus der Sicht des Kindes schildert Manfred Eisner in dem umfangreich bebilderten Band seine Erinnerungen an die fremde Welt des Exils. Anders als den meisten Erwachsenen gelingt es ihm jedoch, sich schnell und unvoreingenommen der neuen Umgebung anzupassen. Auch sein Vater vermag es nach immensen Anstrengungen, sein Vorhaben der Gründung des Nationalen Symphonieorchester Boliviens umzusetzen, dem er bis zu seinem Tod 1956 vorsteht. 1957 folgt Manfred Eisner seiner Mutter zurück nach Deutschland. Er schildert die emotionale Zerrissenheit und das Misstrauen gegenüber den Deutschen. Dennoch gelingt es ihm mit der Zeit, in seinem Heimatland erfolgreich Fuß zu fassen. Er will es keinesfalls erneut jenen überlassen, die ihn und seinesgleichen verachten oder verfolgen.

Im Anschluss an die Lesung wird um 16.00 Uhr der Kooperationsvertrag unterzeichnet.

Die Unterzeichnung wird von einem kurzen Programm begleitet:
Programm (Beginn 16.00 Uhr):
● Begrüßung der Kooperationspartner sowie der Gäste
durch die Schulleiterin des Detlefsengymnasiums, Susanne Senftleben
● „Der Jüdische Friedhof in Glückstadt“ – Kurzvortrag von Kay Blohm
● Grußwort des Bürgermeisters der Stadt Glückstadt, Rolf Apfeld
● Grußwort des Geschäftsführers der Stadtwerke Glückstadt, Torsten Fischer

Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung

Kooperationspartner:
Detlefsengymnasium
Detlefsen-Museum im Brockdorff-Palais
Gegen Vergessen – Für Demokratie e. V.
Landesbeauftragte für politische Bildung Schleswig-Holstein

  • Zeit: 2. März 2026 - 14:30 3. März 2026 - 17:00
  • Veranstaltungsort:Aula des Detlefsengymnasiums Glückstadt